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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen tauschen sich Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso diskutiert und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen. Die vergangenen Kongresse haben bereits eine Vielzahl neuer Kooperationen auf den Weg gebracht und Entwicklungen und Diskussionen angestoßen.

Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält. 

Kongressprogramm

Ausliefern first, Gesundheit second?: Wie steht es um den Gesundheits- und Arbeitsschutz von Rider*innen in der Lieferbranche?

Audimax

14:15 - 15:45

Moderierende:

Robert Rath, Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin

Per Knopfdruck Essen und Lebensmittel bestellen, die dann bequem von sogenannten Rider*innen nach Hause geliefert werden. Klingt praktisch, aber für die Beschäftigten in dieser Branche ist das alles andere als bequem oder sicher.

Stress im Straßenverkehr, das Arbeiten unter Zeitdruck, jeglichen Witterungsbedingungen ausgesetzt, überwacht von einem Algorithmus, das Tragen von schweren Taschen, die „hire and fire“-Personalpolitik der Unternehmen etc., und das Ganze bei einer Bezahlung, die gerade mal knapp über dem Mindestlohn liegt, das sind Probleme von denen Rider*innen berichten.

Der Job gilt als niedrigschwellig, da keine spezielle Ausbildung oder Vorkenntnisse und wenig bis keine Deutschkenntnisse erforderlich sind. Während es für manche ein flexibler Job ist (z.B. Studierende), ist für andere der Arbeitsvertrag Voraussetzung für ein Visum.

Arbeits- und Gesundheitsschutz scheinen von den (Sub-)Unternehmen vernachlässigt zu werden. Hinzu kommt, dass die Gründung von Betriebsräten i.d.R. von Unternehmensseite behindert wird/wurde, sodass Beschäftigte kaum oder wenig Einfluss darauf nehmen können, ob Gesetze, Verordnungen und Unfallverhütungsvorschriften durch die Arbeitgebenden eingehalten werden.

Am Beispiel der Zwei-Rad-Lieferdienste sollen Vor- und Nachteile der plattformbasierten Arbeit, einem stetig wachsenden Beschäftigungsbereich, aufgezeigt werden.

In der Veranstaltung soll eine Bestandaufnahme gemacht und diskutiert werden, was sich ändern muss, um die prekären Arbeitsbedingungen, die unmittelbare Auswirkungen auf die Gesundheit der Rider*innen haben, zu verbessern.

Diskutant*innen: 

  • Monika Fijarczyk, Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit (BEMA),
  • Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung,
  • Veit Groß, Gewerkschaften Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG),
  • Karl-Josef Thielen, Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW),
  • Eric Reimer, Rider bei Lieferando,
  • Muhammad Shoaib Bhatti, Rider

 

Aus der Praxis

Eric Reimer1, Muhammad Shoaib Bhatti2
1Rider Rider bei Lieferando, 2Rider

Rider*innen sollen von den Arbeitsbedingungen berichten und aufzeigen, wo aus ihrer Sicht der größte Handlungsbedarf besteht. Was nehmen die Beschäftigten als größte Risiken für ihre Gesundheit war? Wo sehen sie Handlungsbedarf und welche Lösungen schlagen sie vor? Gibt es Beispiele guter Praxis?

 

Aus Fachperspektive

Monika Fijarczyk1, Veit Groß2, Karl-Josef Thielen3
1Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit, 2Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, 3Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik

Aus Fachperspektive sollen das Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit (BEMA), die Gewerkschaften Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik­ ­(BGHW) als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung berichten. Welche Probleme treten am häufigsten auf? Wo besteht aus ihrer Sicht am meisten Unterstützungsbedarf?

 

Aus der Politik

Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung

Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung des Landes Berlin Cansel Kiziltepe wird darstellen, welche Pläne die Politik hat, um die Situation der Rider*innen zu verbessern.

Themenfelder
  • Gesundheit in der Arbeitswelt
  • H2 - Gesundheitsfördernde Lebenswelten
Sprecher*innen
Dr. Robert Rath
Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin
Eric Reimer
Rider bei Lieferando
Muhammad Shoaib Bhatti
Cansel Kiziltepe
Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung
Karl-Josef Thiehlen
Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik
Monika Fijarczyk
Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit
Dr. Veit Groß
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Veranstaltungsort - Präsenzteil

Henry-Ford-Bau (FU Berlin)

Garystraße 35

14195 Berlin

 

Kontakt

Email: kongress[at]gesundheitbb.de

Tel: +49(0)30 44 31 90 73

Veranstaltungsort - Präsenzteil

Henry-Ford-Bau (FU Berlin)

Garystraße 35

14195 Berlin

 

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Email: kongress[at]gesundheitbb.de

Tel: +49(0)30 44 31 90 73